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Heute möchte ich euch meinen großen Bruder vorstellen. Naja gut, nicht meinen richtigen Bruder. Eher sowas wie ein Stiefbruder, was aber nicht heißt das wir uns weniger gut leiden können. Wir sehen uns nur nicht sonderlich ähnlich. Er ist nämlich ein Pferd. Also ein bisschen größer und schwerer ist er als ich. Aber trotzdem nicht eingebildet.

Sein Name ist Wotan und er ist das erste Haustier meines Frauchens. Sie kennen sich jetzt schon seit 8 Jahren. Als mein Frauchen mich zum ersten Mal mit in den Stall genommen hat, war ich ein dreiviertel Jahr alt. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich aus dem Auto ausgestiegen bin und wir in Richtung des Putzplatzes gegangen sind. Man hat das komisch gerochen da. Mir war ein wenig mulmig zumute. Alles war fremd und dann standen dahinten riesige Tiere, denen ich noch nie begegnet bin. Gut, dass mein Frauchen Ihren Freund mit genommen hatte. Bei dem konnte ich mich dann ans Bein kuscheln und ein wenig verstecken.

Und dann kam Frauchen mit diesem großen, weißen Ding um die Ecke. Zugegeben – er ist riesig! Ich bin vor Schreck auf den Schoß meines Herrchens gesprungen.
Der hat gelacht und mir erklärt, dass das ein Pferd ist und auf keinen Fall böse ist. Wir sind dann zusammen in die Richtung meines Frauchens und dem Riesen gegangen. Damit ich nicht immer so nach oben sehen musste, war der Riese mit dem Namen Wotan so nett und hat seinen Kopf zu mir runter genommen damit wir uns beschnuppern konnten. Machen Pferde wohl irgendwie ähnlich wie wir Hunde, aber ganz durchgestiegen bin ich da bis heute nicht. Wir sind dann zu viert zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen und was soll ich sagen, das war der Beginn einer tollen Freundschaft und vielen schönen Ausritten.

Nachdem wir die nächsten Wochen öfter zusammen Spazieren gegangen waren, wagte mein Frauchen den nächsten Schritt. Sie wollte Ausreiten gehen. Ich wusste zwar nicht was das heißt, aber nachdem Sie Ihre Reitsachen anhatte wusste ich genau wohin es geht und bin freudig in das Auto gesprungen. Dort angekommen lief alles wie immer. Sie hat Wotan aus seinem Offenstall geholt und ich habe ihn kurz begrüßt und mich dann auf meine Hundedecke gesetzt bis Frauchen ihn fertig geputzt hatte. Aber nun war etwas anders. Anstatt einfach loszugehen wie sons,t hat sie noch so ein komisches, schwarzes Lederding auf seinen Rücken gelegt. Ich habe mir nichts weiter dabei gedacht und dann sind wir auch schon losmarschiert.

Wir gehen immer die Straße runter. Ich an der Leine, weil Frauchen Angst hat das mich ein Auto überfahren könnte. Recht hat sie, die sind nämlich ganz schön schnell. Unten am Feldweg angekommen hat sie mich dann von der Leine gelassen und ich bin erstmal eine Runde Schnüffeln gegangen. Als  ich mich wieder umgedreht hatte war sie weg. Einfach weg!! Es waren nur noch Wotan und ich da. Plötzlich hörte ich ein „Bruno“. Es klang wie Frauchen aber sie war nirgends zu sehen. Ich bin dann los gestürmt um sie zu suchen. Da hörte ich es wieder „Bruno ich bin hier“. Ich drehte mich nach dem Geräusch um und da stand sie. Ich dachte ich träume und habe mich so gefreut, dass sie wieder da war. Lachend hat sie mich dann an die Leine genommen, nicht um mich zu bestrafen wie ich im ersten Moment annahm aber mir nicht erklären konnte warum, sondern um mir zu zeigen wo sie hin ist: nämlich auf Wotans Rücken! Da muss man als Hund erstmal drauf kommen. Wir sind dann an der Leine eine Stunde ausreiten gewesen. Wotan und ich sind die ganze Zeit freudig nebeneinander her gelaufen – es hat riesigen Spaß gemacht.

Als wir das nächste Mal ausreiten gegangen sind war Frauchen plötzlich wieder weg. „Bruno, hier“ hörte ich ihre Stimme und ich erinnerte mich an das letzte Mal. Ich blickte auf Wotans Rücken und da war sie, mein Frauchen. Ich war sehr beruhigt und wir sind wie beim Ausritt davor nebeneinander her. Ohne Leine macht es aber noch viel mehr Spaß weil wir auch mal richtig fetzen konnten – das war der Wahnsinn.

Ich habe das am nächsten Tag meinen Kumpels auf der Hundewiese erzählt und habe erfahren dass es einigen von Ihnen anfangs auch so ging. Das scheint wohl völlig normal zu sein. Klar, es ist ja auch etwas das wir Hunde nicht von Natur aus im Blut haben. Wir müssen das erst lernen und Übung macht ja bekanntlich den Meister. Ich freue mich schon auf unseren nächsten Besuch bei meinen großen Bruder im Reitstall!